10. Mai, 2011 0

Susanne Mischke – Rosengift

Von in Jugendbuch, Rezensionen, Thriller

Buchbild Mischke Rosengift Susanne Mischke   Rosengift

Inhalt:

Die 16-jährige Matilda wird nach einem für sie unbedeutenden Kuss mit einem Mitschüler bedroht. Sie fühlt sich beobachtet und verfolgt und es kommt zu allerlei wilden Aktionen gegen das Mädchen. Also muss sie sich überlegen, wie sie damit umgeht, und nebenbei das ganze restliche Chaos in ihrem Leben und in der Liebe in Ordnung bringen.

Eigentlich geht es um:

Freundschaft und Vertrauen: Wem kann man wann und wie weit vertrauen? Was, wenn jemand das Vertrauen bricht? Und was wäre das Leben eigentlich ohne echte Freunde? Aber wer sind echt Freunde?

Plus:

Positives zu finden, fiel mir in dem Fall etwas schwer, aber jetzt hab ich’s: Das Cover ist wirklich ausgesprochen schön gestaltet. Der Verlag schafft hiermit, sowohl Zielgruppe als auch Aussage des Buchs zu treffen: Schlicht gehalten, nicht zu mädchenhaft und die Kombination von Rose und Tod (hier alias Bedrohung, aber auch noch in ganz vielen anderen Bedeutungen). Somit zeigt es genau das, was es sein soll: ein Thriller für das jüngere Publikum.

Minus:

Mischke versucht, ihr jugendliches Publikum anzusprechen und das merkt man leider auch: Man isst kein Sandwich, nein, man geht zu Subway, und statt einen Film zu gucken, sieht man sich Avatar an (für den es übrigens gratis eine seitenlange Inhaltszusammenfassung gibt!) – ganz zu schweigen von der Auflistung, wer wie viele Facebook-Freunde hat. Mit dieser bewusst jugendlichen Art tut sich Mischke in meinen Augen keinen Gefallen.
Abgesehen davon schafft sie unglaublich flache Charaktere: die hysterische Matilda, die mir mit ihrer betonten selbstreflektierenden Pseudo-Individualität von Anfang an auf den Senkel ging, der Gras konsumierende, verpeilte und ziemlich verantwortungslose Cousin, und der schnieke, aber leider in Drogengeschäfte verwickelte Patrick – Einfallslosigkeit und Schubladendenken vom Feinsten!

Prägender Satz:

„Freunde sind ganz wichtig, das habe ich gemerkt.“


Daten: Susanne Mischke: Rosengift (2011), Arena Verlag, 284 Seiten, 9,95€, ISBN: 978-3-401-06601-1


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