20. Mai, 2011 1

Catherine Jinks – Teuflisches Genie

Von in Jugendbuch, Rezensionen

Buchbild Jinks TeuflischesGenie Catherine Jinks   Teuflisches Genie

Inhalt:

In der über mehrere Jahre verlaufenden Geschichte lernen wir den 7- bis 14-jährigen Cadel kennen, der ein Computergenie ist. Mit seinen Fähigkeiten stiftet er allerdings viel, viel Unruhe: Er legt das Verkehrsnetz lahm, beeinflusst die Noten seiner Mitschüler und bringt ganze Schulgebäude zum Einsturz. Er landet also beim Psychiater, der versuchen soll, ihm das „teuflische Genie“ auszutreiben. Stattdessen erfährt Cadel in den Sitzungen allerdings immer mehr Inspiration. Als der hochbegabte 14-Jährige schließlich die Möglichkeit erhält, seine Kenntnisse in diesem Bereich – und anderen ominösen, die hier aus Spoilergründen nicht genannt werden – an der Axis-Universität zu vertiefen, entwickelt sich eine spannende Verwirrungsgeschichte.

Eigentlich geht es um:

Tatsächlich geht es darum, dass Cadel lernen muss, was gut und was böse ist. Er kommt erst langsam dahinter, dass nicht all seine Freunde echte Freunde sind, und so entwickelt sich langsam eine Handlung, die auch die Themen Freundschaft, Loyalität und Vertrauen behandelt.

Plus:

Im letzten Drittel geht alles Schlag auf Schlag, man weiß seitenweise nicht, was eigentlich gerade geschieht, eine Aussage revidiert die nächste und ein atemloser Rausch entsteht.
Wer allerdings zu diesem Zeitpunkt schon ein Weilchen gelesen hat und schwere Augen bekommt, sollte das Buch lieber vor dem großen Finale weglegen: Man kann sonst einfach nicht folgen.

Minus:

Die zwei Drittel davor, Cadels Leben im Alter von 7-13, ist teilweise gähnend langweilig. Jinks geizt nicht mit öden Beschreibungen oder Gedankenerzählungen ihres anfangs ausgesprochen unsympathischen Charakters, mit dem man – ich zumindest – keinerlei Identifikationspunkte findet (ein Kind, dem Menschen abstrus egal sind, und das Mathe, Naturwissenschaften und Computer so spannend findet, dass es sein ganzes Leben danach kategorisiert). Die subtilen Handlungen sind oft schwer nachzuvollziehen, vor allem, wenn man nicht genauestens aufpasst.
Aber ich bin angefixt: Ich will wissen, wie es weitergeht und so werden Teil 2 und 3 definitiv in meinem Regal landen.

Prägender Satz:

„Man kann kein Omelett machen, ohne ein paar Eier zu zerschlagen.“


Daten: Catherine Jinks: Teuflisches Genie (2008), Originaltitel: Evil Genius (2005), Knaur Taschenbuch, 560 Seiten, 12,95€, ISBN: 978-3-426-50041-5


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Ein Kommentar zu “Catherine Jinks – Teuflisches Genie”

  1. grobi sagt:

    Das hab ich vor ein paar Jahren angefangen – aber nie beendet. Weil es imho in jeder Hinsicht schlecht und hahnebüchen ist, sowohl stilistisch als auch inhaltlich. Die Frau schreibt von zuviel Hightech-Fu, von dem sie keine Ahnung hat und versucht mit ihrem Plot so eine Art Gegenentwurf zu Harry Potter zu erzeugen. Scheint für eine Zielgruppe konzipiert zu sein, der ich leider nicht angehöre.

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