Inhalt:
Ex-Polizei-Profilerin Barbara Pross erstellt Gutachten für mehrere Fälle über ganz Deutschland verteilt. Dass sie dabei mit dem größten Fehler ihrer Karriere und dem Ende ihrer Polizei-Laufbahn in Berührung kommt, ahnt sie noch nicht, als jemand anfängt, ihre Fälle nachzustellen. Doch nach und nach wird es immer klarer: Jemand möchte sich an Barbara rächen und geht dafür sogar über Leichen.
Eigentlich geht es um:
Geschickt ineinander verwobene Ermittlungen und die ständige Frage nach dem „Wer?“ dominieren das Buch. Daneben steht eine Beziehungskiste, die pure innige Liebe beschreibt.
Plus-Minus:
Silvia Kaffke schreibt eine wirklich spannende Geschichte. Ein Versteckspiel nach dem anderen wird aufgeworfen und gelöst, wodurch mehrere Parallelgeschichten entstehen, denen man zwar erstmal folgen muss, die aber für eine rasante, gut zu hörende Geschichte sorgen.
Die Sprecherin des Hörbuchs, Sabine Swoboda, verfehlt die Geschichte dagegen leider völlig. Eine monotonere Vorleserin habe ich bei einem Hörbuch noch nie erlebt. Ein bisschen macht sie damit auch die Geschichte kaputt, denn wenn Euphorie und Hass dieselbe Tonlage haben, dann reißt das den Hörer nun mal nicht mit, selbst wenn die Geschichte selbst sorgfältig geschrieben wurde.
Ein anderer Punkt ist die teilweise sehr deutliche Vorausschaubarkeit der Geschichte. Spätestens nachdem klar ist, dass auch der letzte bisher Tatverdächtige ein Unschuldslamm ist, lässt sich über das Ausschlussverfahren sehr schnell herausfinden, wer es war. Gott sei Dank nimmt das der Geschichte nicht völlig die Spannung, da lange noch die Frage nach dem Warum bleibt, aber hier hätte ich mir eine intelligentere Verstrickung gewünscht.
Daten:Silvia Kaffke – Totenstill, gesprochen von Sabine Swoboda (2006); Radioropa Hörbuch; 9 Stunden, 11 Minuten; ca. 10€, ISBN: 978-3-86667-230-7
Tags: Hörbuch, Rezension, Sabine Swoboda, Silvia Kaffke, Thriller

